EU-Zeitleiste

von Alexander Stock und Oliver Schwarz

 
1. 2004
2003
2002

2001

2000
1999
1997
1996
1995

1994

1993

1992
1991
1990
1989
1988

1987

1986

1985

1984

1983

1981
1979
1978

1975
1974

1973

1972

1970
1969
1968

1967

1966

1965

1963
1960
1958
1957
1955

1954

1952

1951

1950
1949
1948

1946
2.Ausblick
3.Literaturempfehlungen
4.Linkempfehlungen


1. Rückblick 

Jahr
Ereignis
Erläuterung
   
1946
  
19. SeptemberZüricher Rede von Winston ChurchillForderung nach einer Gründung einer Art "Vereinigter Staaten von Europa"
   
1948
 
01. JanuarZollunion zwischen Belgien, Luxemburg und den Niederlanden (BEnelux) 
16. AprilGründung der Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC) in ParisAufgabe: Durchführung und Verwaltung der Marshallplan-Hilfsmaßnahmen der Vereinigten Staaten
07-10. MaiHaager EuropakongressGrundsatzdebatte über die Einigung Europas
   
1949 
04. April Gründung des Europarates und Unterzeichnung des Nordatlantikpaktes in Washington
   
1950 
09. MaiSchumann Erklärungder frz. Außenminister Schumann stellt den von Jean Monnet entwickelten Plan vor, die Kohle- und Stahlproduktion Frankreichs und der BR Deutschland zusammenzulegen und eine Organisation zu gründen, die den anderen europäischen Ländern zum Beitritt offen stehen sollte
19. SeptemberGründung der Europäischen Zahlungsunion (EZU) als multilaterale VerrechnungsstelleZiel: Verstärkung des Handels zwischen den (west)europäischen Ländern
   
1951  
18. AprilUnterzeichnung des Pariser Vertrages zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) zwischen der BR Deutschland, Frankreich, Italien und Beneluxeigentlicher Beginn der europäischen Integration; mit diesem Vertrag werden die Hohe Behörde, der Rat, der Gerichtshof und die Versammlung eingesetzt
   
1952  
27. MaiUnterzeichnung des Vertrages zur Errichtung der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) in ParisZiel: Integration der Streitkräfte der 6 EGKS-Mitglieder, begleitet von einer politischen Gemeinschaft
25. Juli Inkrafttreten der EGKS 
   
1954  
30. AugustAblehnung der EVG durch die französische Nationalversammlungscherer Rückschlag für die euopäische Integration
   
1955  
01.-02. JuniKonferenz von MessinaAußenminister der EGKS-Mitglieder beschließen, die wirtschaftliche Integration, die im Kohle- und Stahlbereich begonnen worden war, durch eine Ausdehnung auf die gesamte Wirtschaft, den gemeinsamen europäischen Markt und die Verwendung von Atomenergie voranzutreiben
   
1957  
25. MärzDie "Römischen Verträge" zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EAG/Euratom) werden unterzeichnetdurch die Ausdehnung der gemeinsamen Politik auf alle Bereiche der Wirtschaft ist eine neue Phase der Integration Europas eingeleitet; mit den auf unbestimmte Zeit geschlossenen Verträgen werden folgende Institutionen eingesetzt: Kommissionen, Räte, der Gerichtshof, und die Versammlung; mit dem Vertrag wird auch die Europäische Investitionsbank (EIB) errichtet, deren Satzung Bestandteil des EWG Vertrages ist
   
1958  
01. JanuarVerträge zur Gründung der EWG und EAG treten in Kraft  
   
1960  
04. Januarin Stockholm wird der Vertrag über die Gründung der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) unterzeichnet.  
14. DezemberUnterzeichnung des Vertrages zur Errichtung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris Mitglieder: OEEC-Mitgliedstaaten, USA und Kanada
   
1963  
29. Januardie Beitrittsverhandlungen mit dem Vereinigten Königreich werden unterbrochen, der Beitrittsantrag nach dem Veto General de Gaulles auf Eis gelegt 
   
1965  
08. Aprilder Fusionsvertrag zur Zusammenlegung der Exekutiven der 3 Gemeinschaften (EGKS, EWG und Euratom) und zur Einsetzung eines gemeinsamen Rates und einer gemeinsamen Kommission wird unterzeichnet 
06. JuliFrankreich praktiziert die "Politik des leeren Stuhls"die Krise in der Gemeinschaft entstand wegen Differenzen in der Frage der Finanzierung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)
   
1966  
29. Januar"Luxemburger Kompromiss"Frankreich erklärt sich bereit, seinen Platz im Rat wieder einzunehmen; Mehrheitsbeschlüsse werden künftig durch einstimmige Beschlüsse ersetzt, wenn ein Staat erklärt, dass seine vitalen Interessen auf dem Spiel stehen
   
1967  
01. Julider Fusionsvertrag zur Vereinigung der 3 Organe der Europäischen Gemeinschaften tritt in Kraft 
18.-19. Dezemberde Gaulle legt ein zweites Veto gegen den Beitritt des Vereinigten Königreichs ein 
   
1968  
01. Julidie erste Stufe der wirtschaftlichen Integration in einer Zollunion ist erreichtdie letzten Binnenzölle für gewerbliche Erzeugnisse werden abgeschafft; der gemeinsame Zolltarif gegenüber dritten Ländern wird eingeführt
   
1969  
01.-02. DezemberHaager GipfelkonferenzStaats- und Regierungschefs der 6 EWG- Mitgliedstaaten beschließen eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Außenpolitik; sie gaben zudem ihrem Willen Ausdruck, den europäischen Einigungsprozess in Richtung auf eine Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) fortzusetzen
   
1970  
27. OktoberMitgliedstaaten billigen den Davignon-Bericht über die Europäische Politische Zusammenarbeit (EPZ) künftig soll sich Europa zu allen wichtigen internationalen Problemen mit einer Stimme sprechen
   
1972  
22. JanuarUnterzeichnung der Verträge über den Beitritt Dänemarks, Irlands, Norwegens und des Vereinigten Königreiches in Brüssel 
25. Septemberdie Bevölkerung Norwegens lehnt in einem Referendum den Beitritt zur EWG ab
 
19.-20. OktoberPariser Gipfelkonferenzsie weist der Gemeinschaft neue Tätigkeitsfelder zu: Regional- , Struktur- und Sozialpolitik, Industrie-, Wissenschafts- und Technologiepolitik, Umwelt- und Energiepolitik; gleichzeitig wird mit der Absicht, die Gesamtheit aller Beziehungen bis 1980 in eine Europäische Union umzuwandeln, der Gemeinschaft ein weiterführendes politisches Ziel vorgegeben
   
1973  
01. JanuarDänemark (einschließlich Grönland), Irland und das Vereinigte Königreich treten der EWG bei 
   
1974  
09.-10. DezemberPariser Gipfelkonferenzes wird beschlossen, die Abgeordneten des EP durch die Bevölkerung wählen zu lassen; die Staats- und Regierungschefs wollen nunmehr regelmäßig als "Europäischer Rat" zusammentreffen
   
1975  
28. FebruarUnterzeichnung des ersten Lomé-Abkommens zwischen der EG und 46 Staaten Afrikas, Karibik und des Pazifischen Ozeans (AKP) 
05. JuniPositives EU-Referendum im Vereinigten Königreich Bevölkerung entscheidet sich mehrheitlich für den Verbleib in der EG
   
1978  
06.-07. JuliEuropäischer Rat in von Bremen Frankreich und Deutschland stellen einen Plan für eine engere monetäre Zusammenarbeit vor
04.-05. DezemberEuropäischer Rat von BrüsselBeschluss, ein Europäisches Währungssystem (EWS) mit der Europäischen Währungseinheit (ECU) aufzubauen
   
1979  
13. Märzdas EWS nimmt seine Arbeit aufdas Vereinigte Königreich beschließt, sich dem System vorerst nicht anzuschließen
07.-10. Junierste Direktwahl zum Europäischen Parlament  
31. OktoberUnterzeichnung des zweiten Lomé-Abkommens zwischen der EG und 58 AKP-Staaten  
   
1981  
01. JanuarGriechenland tritt der Gemeinschaft bei 
   
1983  
17.-19. JuniEuropäischer Rat von Stuttgart Staats- und Regierungschefs geben eine Erklärung zur "Europäischen Union" ab;
die Genscher-Colombo-Initiative wird als Grundlage für den Plan zur politischen Einigung angesehen
19. Junifeierliche Deklaration zur Europäischen Union 
   
1984  
14. FebruarAltiero Spinellis Vertragsentwurf zur Gründung der EU wird im Europäischen Parlament verabschiedet 
13. MärzAustritt Grönlands aus der EG 
14.-17. Junizweite Direktwahl zum Europäischen Parlament 
08. DezemberUnterzeichnung des dritten Lomé-Abkommens zwischen der EG und 66 AKP-Staaten 
   
1985  
14. Junidie EG-Kommission legt dem Europäischen Rat das Weißbuch über die Vollendung des Binnenmarktes bis 1992 vor; das Schengener Abkommen über freie Binnengrenzen wird von Frankreich, BR Deutschland, Benelux unterzeichnet
der Vertrag ebnet den Weg für den Binnenmarkt; die mit der Abschaffung der Polizei- und Zollformalitäten verbundenen Probleme machen allerdings Zusatzverhandlungen notwendig
  
28.-29. JuniEuropäischer Rat von Mailandmehrheitlich Beschluss, die Einberufung einer Regierungskonferenz zur Änderung der Verträge der Europäischen Gemeinschaften nach Art. 236 EWG-V
2.-4. DezemberEuropäischer Rat von LuxemburgVerabschiedung der Einheitlichen Europäischen Akte (EEA)
   
1986  
01. JanuarSpanien und Portugal treten der EG bei 
28. Februardie 12 EG-Staaten unterzeichnen die EEAsie reformiert die Verträge und soll der europäischen Integration neuen Auftrieb verleihen; ihr Hauptziel ist die Schaffung eines europäischen Binnenmarktes
   
1987  
01. Julidie EEA tritt in Kraft 
   
1988  
27.-28. JuniEuropäischer Rat von HannoverRat erteilt dem Delors-Ausschuss das Mandat, bis zum Rat in Madrid 1989, konkrete Schritte für die Verwirklichung einer WWU zu prüfen und vorzuschlagen
24. OktoberRat beschließt, ein Gericht erster Instanz der EG einzusetzendas Gericht nimmt seine Arbeit am 01. November 1989 auf
   
1989  
14.-16. JuniEuropäischer Rat von MadridDelors-Bericht wird gebilligt; der Beginn der ersten Etappe der WWU wird auf den 01. Januar 1990 festgelegt
15.-28. Junidritte Direktwahl zum Europäischen Parlament  
15. DezemberUnterzeichnung des vierten Lomé-Abkommens zwischen der EG und 69 AKP-Staaten 
   
1990  
28. AprilEuropäischer Rat von DublinEuropäische Rat beschloss auf seiner Tagung die Einberufung der beiden Regierungskonferenzen zur Politischen Union und den WWU-Verhandlungen
19. Juniacht EG-Staaten unterzeichnen das Schengener Durchführungsabkommen (Schengen II) 
01. Julidie erste Stufe der WWU tritt in Kraft  
14.-15. Dezember Europäischer Rat vom RomErgebnis der Verhandlungen ist der Vertrag über die Europäische Union
   
1991  
9.-10. DezemberEuropäischer Rat von Maastrichtder Vertrag über die Europäische Union wird auf der Tagung angenommen
   
1992  
07. FebruarVertrag über die Europäische Union wird in Maastricht unterzeichneter sieht unter anderem eine Erweiterung der Befugnisse des Parlamentes und eine verstärkte Zusammenarbeit vor
02. Juniknappe Mehrheit der Dänen spricht sich gegen den Vertrag von Maastricht aus 
18. JuniIren stimmen für die Ratifizierung des Vertrages von Maastricht 
20. Septemberknappe Mehrheit der Franzosen spricht sich für den Vertrag von Maastricht aus 
06. Dezemberknappe Mehrheit der Schweizer sprechen sich gegen den Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) aus 
   
1993  
01. Januar der Europäische Binnenmarkt und der Europäische Wirtschaftsraum werden verwirklichtdurch die Freizügigkeit und den freien Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr erwartet man eine mobilisierende Wirkung für zusätzliches Wirtschaftswachstum und die Schaffung neuer Arbeitsplätze
18. MaiDänen bestätigen nun die Ratifizierung des Vertrages von Maastricht 
21.-22. JuniEuropäischer Gipfel von Kopenhagenallerdings müssen die assoziierten Staaten Mittel- und Osteuropas politische und wirtschaftliche Bedingungen erfüllen, bevor sie als Vollmitglieder anerkannt werden können
12. Oktoberdas deutsche BVerfG bestätigt die Rechtmäßigkeit des Vertrages von Maastricht 
01. Novemberder Ratifizierungsprozess ist abgeschlossen und der Vertrag über die EU tritt in Kraft 
   
1994  
01. Januardie zweite Stufe der WWU beginnt; das Abkommen über die Errichtung des Europäischen Wirtschaftsraumes 
09.-12. Junivierte Direktwahl des Europäischen Parlaments 
12. Juniin einem Referendum über den Beitritt zur EU sprechen sich die Österreicher für einen Beitritt aus 
15. Juliaußerordentliche Gipfelkonferenz in Brüsselder luxemburgische Premierminister Jacques Santer wird zum neuen Präsidenten der Europäischen Kommission bestimmt
16. Oktoberin einem Referendum über den Beitritt zur EU sprechen sich die Finnen für einen Beitritt aus 
13. Novemberin einem Referendum über den Beitritt zur EU sprechen sich die Schweden für einen Beitritt aus 
28. Novemberin einem Referendum über den Beitritt zur EU sprechen sich die Norweger gegen einen Beitritt aus 
15. DezemberBeginn der Verhandlungen zur Ausarbeitung von Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Litauen, Lettland und Estland 
   
1995  
01. JanuarÖsterreich , Finnland und Schweden treten der EU-15 bei 
01. Februardie Europaabkommen der EU mit Rumänien, der Tschechischen Republik, der Slowakei und Bulgarien treten in Kraft 
26. Märzdas Übereinkommen zur Durchführung des Abkommens von Schengen tritt für 7 der 9 Schengen-Länder in Kraft 
09. Aprildie Bevölkerung Liechtensteins dem Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum zu 
   
1996  
01. Januardie Zollunion zwischen der EU und der Türkei tritt in Kraft 
14. DezemberEuropäischer Rat von DublinRat vereinbart einen Stabilitäts- und Wachstumspakt für die WWU
   
1997  
16.-17. JuniEuropäischer Rat von AmsterdamRat erzielt ein Einvernehmen über den Entwurf eines neuen Vertrages und der Übergang zur dritten Stufe der WWU werden gebilligt
02. OktoberUnterzeichnung des Vertrages von Amsterdam durch die Außenminister der Mitgliedstaaten  
12.-13. DezemberEuropäischer Rat entscheidet über die Aufnahme von Beitrittsgesprächen mit Ungarn, Polen, Estland, der Tschechischen Republik und Slowenien 
   
1999  
01. Januaroffizieller Start der gemeinsamen Währung Euro 
24.-25. MärzEuropäischer Rat von BerlinRat einigt sich auf Romano Prodi als Nachfolger für Jacques Santer
01. Maider Vertrag von Amsterdam tritt in Kraft 
05.-06. JuniEuropäischer Rat von KölnRat wählt Solana zum Hohen Repräsentanten der GASP der EU
10.-13. Junifünfte Direktwahl zum Europäischen Parlament  
10.-11. DezemberEuropäischer Rat von Helsinkidie Union beschließt Beitrittsverhandlungen mit Rumänien, Bulgarien, der Slowakei, Litauen, Lettland und Malta aufzunehmen; die Türkei wird offiziell als Beitrittskandidat anerkannt
   
2000  
03. MaiEuropäische Kommission schlägt Griechenland vor, 12. Mitglied der Euro-Zone zu werden 
28. Septemberdänische Bevölkerung lehnt in einem Referendum die Einführung des Euros ab 
07.-09. DezemberEuropäischer Rat von Nizzaam Rande des Rates wird die Charta der Grundrechte der EU proklamiert
   
2001  
02. JanuarGriechenland wird das 12. Mitglied der Euro-Zone 
26. JanuarUnterzeichnung des Vertrages von Nizza 
07. Juniim irischen Referendum wird der Vertrag von Nizza mit knapper Mehrheit abgelehnt 
14.-15. Dezember Beschluss zur Einberufung eines Konvents zur Zukunft der EU
 
   
2002  
01. Januarmit der Einführung von Euro-Bargeld ist die letzte Stufe der Währungsunion erreicht 
28. Februar konstituierende Sitzung des Konvents zur Zukunft der Europäischen Union in Brüssel 
25. JuliAuslaufen des EGKS-Vertrages nach 50-jährigem Bestehen  
19. Oktoberim erneuten irischen Referendum wird der Vertrag von Nizza angenommen 
12.-13. DezemberEuropäischer Rat von Kopenhagendie Union beschließt die Aufnahme der 10 MOEL: Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Ungarn, Malta und Republik Zypern;
mit der Türkei sollen Anfang 2005 nach Prüfung der Kopenhagener Kriterien Ende 2004 Beitrittsverhandlungen aufgenommen werden
   
2003  
1. JanuarGriechenland übernimmt die EU-Ratspräsidentschaft 
15. Januardie EU übernimmt die erste Polizeimission in Bosnien und Herzegowina 
01. Februarder Vertrag von Nizza tritt in Kraft 
08. März positives Referendum über den EU-Beitritt in Malta 
23. März positives Referendum über den EU-Beitritt in Slowenien 
09. April Europäisches Parlament stimmt dem Beitritt zehn neuer EU-Mitgliedstaaten zu 
12. April positives Referendum über den EU-Beitritt in Ungarn 
16. April
EU-Gipfel von Athenfeierliche Unterzeichnung der Beitrittsverträge
10.-11. Mai positives Referendum über den EU-Beitritt in Litauen 
16.-17 Mai positives Referendum über den EU-Beitritt in der Slowakei 
7.-8. Juni positives Referendum über den EU-Beitritt in Polen 
13. Juni (vorerst) abschließende Sitzung des KonventsText von Teil I und II der Verfassung wird verabschiedet, zudem Textentwürfe für Teil III und IV, zu deren Abschluss eine weitere Konventssitzung im Juli geplant vorgesehen ist
15.-16. Juni positives Referendum über den EU-Beitritt in der Tschechischen Republik 
20.-21. Juni Europäischer Rat von Thessalonikidie Arbeit des Konvents wird als "eine gute Ausgangsbasis" für den Beginn der Regierungskonferenz gewürdigt
1. Juli Italien übernimmt die EU-Ratspräsidentschaft 
14. September negatives Referendum über den Euro in Schweden, positives Referendum über den EU-Beitritt in Estland 
20. September positives Referendum über den EU-Beitritt in Lettland 
4. OktoberBeginn der Regierungskonferenz in Romspätestens bis zum Juni 2004 soll eine Einigung erzielt werden
1. November Jean-Claude Trichet übernimmt Willem F. Duisenberg das Amt des EZB-Präsidenten 
12.-13. Dezemberder Brüsseler Abschlussgipfel der Regierungskonferenz scheitert; die irische EU-Ratspräsidentschaft wird beauftragt, die Konsultationen fortzuführeninsbesondere Polen und Spanien verweigern sich der vorgesehen Neuordnug der Stimmengewichtung im Rat; der ursprüngliche Zeitplan, den Verfassungsvertrag noch vor den Europawahlen im Juni 2004 zu unterzeichen, ist somit nicht mehr einzuhalten
   
2004  
1. JanuarIrland übernimmt die EU-Ratspräsidentschaft 
14. März Parlamentswahlen in Spanienmit dem Wahlverlust der verfassungskritischen spanischen Konservativen verliert die Verweigerungshaltung Polens an Rückhalt
22. MärzMazedonien reicht offiziell sein Beitrittsgesuch bei der EU ein 
20. AprilTony Blair kündigt in einer Rede an, den Verfassungsvertrag einem Referendum zu unterziehenUmfragen zufolge sind derzeit 53 Prozent der Briten gegen den Verfassungspapier; mit der Abstimmung wird nach den Unterhauswahlen im Frühjahr 2005 gerechnet
23. April die Mehrheit der griechischen Zyprioten lehnt den so genannten Annan-Plan zur Wiedervereinigung der Mittelmeerinsel abnur der griechische Teil, die international anerkannte Republik Zypern, wird somit de facto am 1. Mai der EU beitreten
1. MaiErweiterung der EU um 10 neue Mitgliederder EU gehören nun 25 Länder an, ihre Bevölkerung wächst von rund 370 auf 455 Millionen Menschen
10.-13. JuniWahlen zum Europäischen Parlamentrund 338 Millionen Wahlberechtigte entscheiden über die Zusammensetzung der 732 Abgeordneten des Europäischen Parlaments
17.-18. Juniauf dem Brüsseler Abschlussgipfel der Regierungskonferenz wird eine Einigung über den EU-Verfassungsvertrag erzieltStreitpunkt "doppelten Mehrheit" ausgeräumt (55/65), Streit über das Amt des Kommissionspräsidenten vertagt
1. Julidie Niederlande übernehmen die EU-Ratspräsidentschaft 


2. Ausblick

2004  
Nov.die neue EU-Kommission nimmt ihre Arbeit auf 
20. Nov.Unterzeichnung des Verfassungsvertrags in Rom 
Dez.Entscheidung der Kommission, ob auch mit der Türkei Beitrittsverhandlungen aufgenommen werden sollen 
   
2005  
 voraussichtlicher EU-Beitritt Kroatiens 
1. Jan.Luxemburg übernimmt die EU-Ratspräsidentschaft 
1. Juli Großbritannien übernimmt die EU-Ratspräsidentschaft  
Herbstbritisches Referendum zum EU-Verfassungsvertrag 
   
2006  
 anvisiertes Inkrafttreten des Verfassungsvertrags 
1. Jan.Österreich übernimmt die EU-Ratspräsidentschaft  
1. Juli Finnland übernimmt die EU-Ratspräsidentschaft  
   
2007  
 voraussichtlicher Beitritt Bulgariens und Rumäniens 


3. Literaturempfehlungen


4. Linkempfehlungen

 

© Alexander Stock und Oliver Schwarz, letzte Überarbeitung: November 2004. Die Verwendung von Inhalten ist für Ausbildungszwecke und nicht-kommerzielle Zwecke gestattet, vorausgesetzt, die Quelle wird angegeben.