| Analyse-Kriterien |
Textpassagen |
Leitgedanken
|
"Europa
muss auch seine Politik stärken und die erforderlichen institutionellen
Reformen vornehmen. Vor allem aber muss es sich unmissverständlich
zu seiner Einheit bekennen." (Brügge, 12.11.2001)
"Wenn wir das 'Europäische Projekt' neu definieren und unsere
Ziele klar herausstellen, können wir dazu beitragen, dass sich
die Europäer mit Europa identifizieren."
"Wenn versucht wird, die Union durch eine Schwächung der
politischen Rolle der Kommission weiterzuentwickeln, wenn unsere Handlungsfähigkeit
als Exekutivorgan eingeschränkt wird, wenn durch einen Ausbau
der Regierungszusammenarbeit die rechtlichen und institutionellen
Verfahren der Gemeinschaft ausgehebelt werden, wenn man zulässt,
dass all dies geschieht, dann stehen die Errungenschaften des Binnenmarkts,
die Gemeinschaftspolitiken, die Verfahren der Solidarität und
die Schlagkraft die Europa in internationalen Verhandlungen dadurch
erhält, dass es mit einer Stimme spricht, auf dem Spiel. Dann
wäre auch jeder Versuch eine auf gemeinsamen Werten und den demokratischen
Grundsätzen des Rechtsstaats beruhende Union weiterzuentwickeln
und damit Europa zu effizienterem Handeln zu befähigen zum Scheitern
verurteilt." (Straßburg, 3.10.2000)
"Die Union benötigt mehr Kohärenz und in vielen Schlüsselbereichen
mehr Integration." (Paris, 29.05.2001)
"Wenn wir an den wesentlichen Bestandteilen der verfassungsmäßigen
Konstruktion, die unsere Gründerväter entwickelt und verwirklicht
haben nicht festhalten, setzen wir auch die Errungenschaften aufs
Spiel, die heute für uns so selbstverständlich sind. Demokratische
Rechenschaftspflicht. Legitimation. Rechtsstaatlichkeit." (Straßburg,
3.10.2000)
"In diesem neuen Jahrhundert, das auf der Suche nach einem neuen
multipolaren Gleichgewicht ist, verfügt Europa über Ressourcen
und Fähigkeiten um eine wichtige Rolle auf der Weltbühne
übernehmen zu können." (Brügge, 12.11.2001)
"Doch Europa [...] wird nur dann zu Frieden und Stabilität
in der Welt beitragen und eine seiner Wirtschaftskraft angemessene
politische Rolle beanspruchen können, wenn es geschlossen handelt."
(Brügge, 12.11.2001) |
| Finalität des Integrationsprozesses |
"Ich will heute kein fertiges Modell des
Europa von morgen vorstellen, sondern nur Kernpunkte anführen,
um der Debatte einen Rahmen zu geben. Die Zukunft des in seiner
Einheit wiederhergestellten Europa steht keineswegs unabänderlich
fest." (Straßburg, 3.10.2000)
|
| Verfassung, Grundrechte |
"Für
die Zukunft Europas nicht minder wichtig wird es sein, [...] über
die Charta der Grundrechte zu sprechen. [...]. Der vorgelegte Entwurf
ist von beispielhafter Qualität und Ausgewogenheit." (Straßburg,
3.10.2000)
[...] möchte ich [...] auf das Thema 'Verfassung' eingehen. Viel
wichtiger [als die Benennung des Textes] ist meines Erachtens, dass
das Dokument durch seinen Inhalt sowie durch den offenen, demokratischen
Charakter des Prozesses, den es in Gang setzen soll, von Allen als
eine Art Konstitution betrachtet wird." (Straßburg, 11.12.2001)
Ein nützlicher Beitrag in diese Richtung kann sich, [...] aus
einer Aufteilung der Vertragsbestimmungen in zwei Gruppen ergeben.
Für die erste Gruppe mit den grundlegenden Bestimmungen soll
weiterhin die Regel gelten, dass alle Änderungen den Ratifikationsverfahren
unterliegen. Für die zweite Gruppe mit Bestimmungen rein technischer
Natur könnten vereinfachte Verfahren gefunden werden."(Brügge,
12.11.2001) |
| Integrationsmethode |
"Wir
wissen, wie sich eine Integration erreichen lässt, die supranational
angelegt ist und gleichzeitig die beteiligten Nationen und Staaten
achtet. Das Rezept heißt Gemeinschaftsmethode. Nur diese auf
gemeinsame Institutionen gegründete Methode gestattet den Mitgliedstaaten
- den großen wie den kleinen -, gleichberechtigt an der Verwirklichung
eines gemeinsamen Projekts mitzuwirken." (Brügge, 12.11.2001) |
| EU-Organe allgemein |
"[...]
dass das Gemeinschaftssystem mit seinen Kontrollen und Gegenkontrollen
am besten geeignet ist, die Grundwerte, [...] auch in Zukunft zu sichern."
(Straßburg, 3.10.2000)
"Dieses auf dem Kräftedreieck aus Rat, Parlament und Kommission
beruhende System (ein Kräfteviereck mit dem Gerichtshof als Garant
einer Rechtsgemeinschaft und entscheidendem Integrationsfaktor wäre
richtiger,) hat sich als außerordentlich erfolgreich erwiesen.
In diesem ausgewogenen System spielt jedes Organ eine eigene und entscheidende
Rolle. Wer eines dieser Organe stärkt, stärkt das Ganze,
wer eines der Organe schwächt, schwächt das Ganze."
(Brügge, 12.11.2001)
"Die Rolle, welche die Kommission spielt, ist eine notwendige,
aber nicht die alleine ausreichende Voraussetzung des europäischen
Einigungswerks. Das europäische Interesse ist das Ergebnis eines
institutionellen Systems, in dem Parlament, Rat und Gerichtshof eine
nicht minder entscheidende Rolle spielen. Aus diesem System, aus diesen
Organen zusammen ergibt sich die Synthese."(Straßburg,
3.10.2000) |
| Europäisches Parlament |
"Die Kommission
hat jedoch die Aufgabe, Vorschläge zu unterbreiten und dann zu
handeln. Die Beschlüsse werden vom Parlament und vom Rat gefasst.
Und diese Beschlüsse bleiben nur allzu oft aus." (Brügge,
12.11.2001)
"...nur ein starker Rat stärkt das Handeln der Kommission,
und das gilt auch für das Parlament."
"Sie [die Abgeordneten des Europäischen Parlaments], das
unmittelbar aus den allgemeinen Europawahlen hervorgegangene Europäische
Parlament sind das Organ, das spezifisch dazu aufgerufen ist, die
Union der Völker Europas zu vertreten." (Straßburg,
3.10.2000)
"Außerdem müssen nach meiner Überzeugung alle
Probleme, die für die Union bedeutsam sind, in erster Linie vor
diesem Parlament als Zentrum und Ausdruck unserer Demokratie erörtert
werden." (Straßburg, 3.10.2000)
"Bei keiner Reform der europäischen Institutionen dürfen
die Rolle und die Aufgaben der nationalen Parlamente außer acht
gelassen werden."
"Ich glaube jedoch, dass die Schaffung einer neuen Kammer ebenso
nutzlos wie kontraproduktiv wäre. Unser institutionelles System
ist jetzt schon kompliziert und schwerfällig genug."
"Und ich stelle mir die Frage, ob es nicht an der Zeit ist, unser
System vollständig zu demokratisieren, d.h. dem Rat und dem Parlament
auch bei den Haushaltseinnahmen einen größeren Ermessensspielraum
und mehr Entscheidungsmöglichkeiten einzuräumen." Brügge,
12.11.2001) |
| Europäische Kommission |
"Mit ihrem
Vorschlagsrecht, dem wichtigsten Merkmal ihrer Besonderheit, wird
die Kommission als Hüterin der Verträge dieses System verteidigen."
(Brügge, 12.11.2001)
"Es gilt [...] die institutionellen Auswirkungen der Erweiterung
insbesondere mit einer Kommission aufzufangen, die weiterhin wirklich
nach dem Kollegialitätsprinzip zu arbeiten vermag [...]"
(Straßburg, 3.10.2000)
"Die Existenz dieses unabhängigen, aber auf Ausgleich und
die Interessen aller (großen und kleinen) Mitgliedstaaten bedachten
Exekutivorgans ist die Voraussetzung dafür, dass Hoheitsrechte
innerhalb der Gemeinschaft gemeinsam wahrgenommen werden können."
(Straßburg, 3.10.2000)
"Ich bin daher fest überzeugt, dass die Funktion des Hohen
Vertreters mit einem Sonderstatut, das den Anforderungen der Verteidigung
und der Sicherheit gerecht wird, in die Kommission eingebunden werden
müsste." (Straßburg, 3.10.2000)
"Die Europäische Zentralbank ist unabhängig. Im Gegensatz
zu jedem anderen weltwirtschaftlichen Akteur hat sie jedoch keinen
festen wirtschaftspolitischen Partner, der ein Gesamtbild des wirtschaftspolitischen
Kurses der Union und ihrer Mitgliedstaaten vertreten und konsequente
Entscheidungen mit der gebotenen Schnelligkeit treffen könnte.
[...] Die Kommission muss im Auftrag des Rates als wirtschaftspolitische
Stimme der Union auftreten." (Straßburg, 3.10.2000)
"Die Schaffung von Agenturen kann sich als notwendig erweisen
[...] Diese Agenturen müssen der Autorität der Kommission
unterstellt sein [...]" (Straßburg, 3.10.2000) |
| Rat, Ministerrat |
"Ein erster,
ganz einfach zu verwirklichender Schritt könnte darin bestehen,
die Legislativ- und die Exekutivfunktion des Ministerrats sichtbarer
und überschaubarer als bisher zu trennen. Die Sitzungen des Rates
sollten, wenn er Legislativfunktionen wahrnimmt, wie beim Parlament
öffentlich zugänglich sein." (Brügge, 12.11.2001)
"...nur ein starker Rat stärkt das Handeln der Kommission,
und das gilt auch für das Parlament." (Straßburg,
3.10.2000)
"Die Kommission hat jedoch die Aufgabe, Vorschläge zu unterbreiten
und dann zu handeln. Die Beschlüsse werden vom Parlament und
vom Rat gefasst. Und diese Beschlüsse bleiben nur allzu oft aus."
(Brügge, 12.11.2001)
"Und ich stelle mir die Frage, ob es nicht an der Zeit ist, unser
System vollständig zu demokratisieren, d.h. dem Rat und dem Parlament
auch bei den Haushaltseinnahmen einen größeren Ermessensspielraum
und mehr Entscheidungsmöglichkeiten einzuräumen." (Brügge,
12.11.2001) |
| Europäischer Rat |
"Der Europäische
Rat zeigte auf seiner Sondertagung vom 21. September Entschlossenheit
und reagierte umgehend auf diese neue Krise. [Terroranschläge
in den Vereinigten Staaten und die Folgen] Auf der Grundlage von Vorschlägen,
die die Kommission sofort vorgelegt hatte, beschloss er einen Aktionsplan
mit in allen Mitgliedsstaaten anwendbaren strafrechtlichen Sanktionen,
einem europäischen Haftbefehl und einer umfassenden Zusammenarbeit
bei der Bekämpfung von Geldwäsche." (Brügge, 12.11.2001)
"So wichtig Stabilität und eine einheitliche Wirtschaftspolitik
auch sind, sie reichen nicht aus, um das nötige Wirtschafts-
und Beschäftigungswachstum zu gewährleisten, das Europa
erreichen kann und will. Deshalb hat der Europäische Rat von
Lissabon, ausgehend von Vorarbeiten der Kommission, im März vergangenen
Jahres eine Reformstrategie beschlossen, um der europäischen
Wirtschaft noch in diesem Jahrzehnt zu optimaler Wettbewerbsfähigkeit
und Beschäftigung in der wissensbasierten Gesellschaft zu verhelfen.
[...] Es erfüllt mich daher mit Sorge, wenn ich sehe, dass die
Verabschiedung der Vorschläge, dem Rat [Ministerrat] und dem
Europäischen Parlament bereits seit anderthalb Jahren vorliegen,
nicht vorankommt."
"Der Europäische Rat von Nizza hat die Reformen [institutionelle]
gebilligt, die für die Erweiterung erforderlich sind, ohne jedoch
über das Allernotwendigste hinauszugehen."
(Brügge, 12.11.2001) |
| Ausschuß der Regionen |
|
| Reform der Institutionen und
Entscheidungsprozesse (Post-Nizza-Prozeß) |
"Jetzt
gilt es, die eingegangenen Verpflichtungen in konkrete Taten umzusetzen."
(Brügge, 12.11.2001)
"Welches Ziel streben wir gemeinsam an? Was wollen wir zusammen
erreichen? [...] Alles was wir [...] an Dauerhaftem geschaffen haben,
ist das Ergebnis eines völlig neuartigen Systems, das auf dem
empfindlichen Gleichgewicht zwischen den Organen der Union beruht.
[...] Eine Besonderheit, die wir bewahren müssen. [...] Im Laufe
der Zeit hat sich gezeigt, dass nicht nur die Verfahren erneuert und
verbessert, sondern auch die Funktionen und Aufgaben der einzelnen
Organe klarer herausgestellt werden müssen." (Brügge,12.11.2001)
"Bei keiner Reform der europäischen Institutionen dürfen
die Rolle und die Aufgaben der nationalen Parlamente außer acht
gelassen werden." (Brügge 12.11.2001)
"In einer auf 25 und mehr Mitglieder angewachsenen Union müssen
die heutigen Verfahren einer systematischen Ratifikation der Verträge
durch die Parlamente aufgegeben werden." (Brügge, 12.11.2001)
"Die Beachtung der demokratischen Grundregel und [...] die Notwendigkeit
einer handlungsfähigen Union setzen den Übergang zu Mehrheitsentscheidungen
als allgemeine Regel voraus." (Brügge, 12.11.2001)
"Ich stelle mir die Frage, ob ein System, bei dem die Staaten
immer mehr die Bürger als Beitragszahler der Union ablösen
und bei dem das Verhältnis zwischen dem Bürger als Beitragszahler
und der Union immer undeutlicher wird, nicht dem Wesen der Transparenz
widerspricht." (Brügge, 12.11.2001)
"Ich stelle mir die Frage, ob es nicht an der Zeit ist, unser
System vollständig zu demokratisieren, d.h. dem Rat und dem Parlament
auch bei den Haushaltseinnahmen einen größeren Ermessensspielraum
und mehr Entscheidungsmöglichkeiten einzuräumen." (Brügge,
12.11.2001) |
| Flexibilisierung des Integrationsprozesses |
"Es gilt
das Verfahren der verstärkten Zusammenarbeit zu erleichtern.
Allen Mitgliedstaaten, die sich daran beteiligen wollen, muss die
Tür stets offen stehen. Die Einheitlichkeit des Normenbestands
und des Rechtsrahmens der Gemeinschaft ist zu wahren. Die verstärkte
Zusammenarbeit muss ein Instrument sein, das nicht ausgrenzt, sondern
integriert. Niemand darf aber eine Gruppe von Staaten daran hindern,
eine engere Union zu bilden, die im Vertrag ausdrücklich vorgesehen
ist und institutionell angemessen geregelt sein muss." (Straßburg,
3.10.2000) |
| EU-Nationen-Regionen |
"Selbstverständlich
ist es Sache jedes einzelnen Mitgliedstaats, Aufgaben an die regionale
oder kommunale Ebene zu delegieren."
"Ich bin also ebenfalls der Meinung, dass es nun an der Zeit
ist, die Aufgabenteilung zwischen der Union und den Mitgliedstaaten
zur Diskussion zu stellen." (Straßburg, 3.10.2000)
"[...] dass es [das Weißbuch "Regieren in der Europäischen
Union"] nach Möglichkeiten für eine wirkliche Dezentralisierung
der Verwaltung und nach Wegen sucht, wie die gemeinsame Politik auf
der richtigen Ebene möglichst bürgernah verwirklicht werden
kann." (Straßburg, 13.02.2001)
"Das Erfordernis eines globalen politischen Ansatzes ist kein
Widerspruch zu neuen Formen der politischen Führung, die praxisbezogener,
'horizontaler' sind und die regionalen und lokalen Körperschaften
unmittelbar einbeziehen." |
| Subsidiarität |
"Es gilt
dem generellen Wunsch der Menschen Rechnung zu tragen, so bürgernah
und effizient wie möglich regiert zu werden. In bestimmten Fällen
bedarf es dazu Entscheidungen auf zentraler europäischer Ebene.
Dies entspricht dem bekannten Subsidiaritätsgrundsatz: Die Union
kann und darf sich nicht um alles kümmern, sondern konzentriert
sich auf strategische Aufgaben, gibt die Orientierung vor und erfüllt
ihre globale Funktion." (Paris, 29.05.2001) |
| EU-Erweiterung |
"In einem
Jahr werden wir prüfen, ob die einzelnen Länder in der Lage
sind, die Rechte und Pflichten zu übernehmen, die sich aus der
Unionsmitgliedschaft ergeben. Wir gehen davon aus, dass wir dann die
Verhandlungen mit den Ländern abschließen können,
die die Beitrittskriterien erfüllen. Nach den erforderlichen
Ratifikationen können diese Länder entsprechend den Zielvorgaben
von Parlament und Rat vor den Wahlen im Juni 2004 Mitglied der Europäischen
Union werden." (Brügge, 12.11.2001)
"Gleichwohl darf sich dieses große Europa nicht darauf
beschränken, sich nach Osten und Süden auszudehnen. Es muss
weiterhin auf eine Annäherung des Balkanraums hinwirken und mit
Russland und der Ukraine wie auch dem Mittelmeerraum einen Stabilitätsgürtel
bilden." (Straßburg,11.12.2000) |
| EU-Agrarpolitik und Reform |
|
| EU-Strukturpolitik und Reform |
|
| Gemeinsame Außenpolitik
der EU |
"Die beste
Lösung bestünde natürlich darin, die gesamte Außen-
und Sicherheitspolitik der Union - mit den erforderlichen Anpassungen
- definitiv auf die Gemeinschaft zu übertragen." (Brügge,
12.11.2001) |
| Sicherheits- und Verteidigungspolitik
der EU |
"Die beste
Lösung bestünde natürlich darin, die gesamte Außen-
und Sicherheitspolitik der Union - mit den erforderlichen Anpassungen
- definitiv auf die Gemeinschaft zu übertragen." (Brügge,
12.11.2001) |
| Einwanderung,
Visa, Asyl, Flüchtlinge |
"Gleichwohl
ist eine wirksame Kontrolle der Grenzen heute unverzichtbar für
die innere Sicherheit und unverzichtbar für das Vertrauen der
Bürger. Diese Kontrolle wird allen Mitgliedstaaten zugute kommen.
Deshalb dürfen die Kosten und die Verantwortung nicht nur den
Grenzländern aufgebürdet werden. [...] Daher gilt es, gemeinsame
Analysen und Strategien mit Blick auf ein einheitliches Vorgehen bei
der Grenzkontrolle zu erarbeiten." (Brügge, 12.11.2001)
"In diesem Sinne [einheitliches Vorgehen] müssen wir auch
über die polizeiliche Zusammenarbeit nachdenken. Zu prüfen
wäre, ob die Kooperation über das Tätigkeitsfeld von
Europol hinaus ausgeweitet werden könnte. [...] Ein konkreter
Schritt wäre die Schaffung eines integrierten europäischen
Polizeikorps, das die Bekämpfung von Terrorismus und organisierter
Kriminalität zur Aufgabe hätte." (Brügge, 12.11.2001)
"Es gilt [...] das Gerichtssystem zu reformieren."
"Die paradoxe Situation, bei der heute sogar die Arbeit der 15
Justizminister in so heiklen Bereichen wie dem Strafrecht und der
polizeilichen Zusammenarbeit der Kontrolle des Parlaments und des
Gerichtshofs entzogen ist, gilt es zu überwinden."
(Straßburg, 3.10.2000) |
| Politikfelder allgemein und
sonstige EU-Politiken |
"Ich stelle
mir die Frage, ob ein System, bei dem die Staaten immer mehr die Bürger
als Beitragszahler der Union ablösen und bei dem das Verhältnis
zwischen dem Bürger als Beitragszahler und der Union immer undeutlicher
wird, nicht dem Wesen der Transparenz widerspricht." (Brügge,
12.11.2001)
"Zunächst gilt es, noch vor der Tagung des Europäischen
Rates im kommenden Frühjahr in Barcelona eine endgültige
Einigung über das Maßnahmenbündel im Telekommunikationssektor,
das Gemeinschaftspatent und die Regeln für den grenzüberschreitenden
Zahlungsverkehr zu erzielen. Außerdem muss - ebenfalls noch
vor Barcelona - eine politische Einigung über die Verwirklichung
des einheitlichen europäischen Luftraumes, die Pensionsfondsrichtlinie,
den neuen Bezugsrahmen für die transeuropäischen Netze und
die Maßnahmen im Bereich des öffentlichen Auftragswesens
herbeigeführt werden." (Brügge, 12.11.2001)
"[...] haben uns vor Augen geführt, dass wir die Verkehrssicherheit
unbedingt verbessern und neue Schienenwege bauen müssen, die
mehr Sicherheit bieten und die die Umwelt weniger stark belasten als
der Straßenverkehr." (Brügge, 12.11.2001)
"Der Europäische Rat hat ein weiteres Mal bekräftigt,
dass das Satellitennavigationsprojekt Galileo strategisch wichtig
ist und eine Katalysatorwirkung für Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit
haben kann." (Brüssel, 17.12.2001)
"Wir brauchen also einen Konsens über die Haushaltspolitik,
einen Verhaltenskodex, der eine kohärente Wirtschaftspolitik
in der Euro-Zone gewährleistet und bei den Bürgern und Märkten
Vertrauen nicht nur in die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank,
sondern generell in die Effizienz der Wirtschaftspolitik schafft."
(Brügge, 12.11.2001) |
| Globalisierung, weltweite
Herausforderungen |
"Die größte Herausforderung
des neuen Jahrhunderts ist der Konflikt zwischen Nord und Süd.
Auch hier muss Europa zu stabilen Verhältnissen beitragen.
Die Beziehungen zwischen der Nord- und Südhalbkugel bieten
vielfältige Möglichkeiten der Zusammenarbeit, bergen aber
auch in sich den Keim für Konflikte in den Bereichen Handel,
Finanzen, Energie und Umwelt. In diesem neuen Jahrhundert, das auf
der Suche nach einem neuen multipolaren Gleichgewicht ist, verfügt
Europa über Ressourcen und Fähigkeiten, um eine wichtige
Rolle auf der Weltbühne übernehmen zu können. Das
erweiterte Europa mit seiner Euro-Zone wird aufgrund seiner räumlichen
Ausdehnung und seines demographischen, wirtschaftlichen und finanziellen
Gewichts ein wichtiger Faktor für die Aufrechterhaltung des
Gleichgewichts in der Welt sein." (Brügge, 12.11.2001)
"Doch Europa [...] wird nur dann zu Frieden und Stabilität
in der Welt beitragen und eine seiner Wirtschaftskraft angemessene
politische Rolle beanspruchen können, wenn es geschlossen handelt."
(Brügge, 12.11.2001)
|
© Vera
Advena, letzte Überarbeitung: Apil 2002. Die Verwendung von
Inhalten ist für Ausbildungszwecke und nicht-kommerzielle Zwecke
gestattet, vorausgesetzt, die Quelle wird angegeben.
|