Nationaler und persönlicher Hintergrund der Rede

von Katrin Happek, M.A.

 

Die politische Person Edmund Stoiber, Jurist mit Prädikatsexamen, wurde wesentlich durch seine Tätigkeit als CSU-Generalsekretär (1978-1983) und Leiter der Staatskanzlei (1982-1988) unter Ministerpräsident Franz Josef Strauß geprägt. Er stellte sich als profilierter "Hardliner" in der Praxis dar, dem es durch seinen uneingeschränkten Ehrgeiz gelang, an die Stelle von Ministerpräsident Max Streibl (aufgrund dessen Rücktritts wegen der "Amigo-Affäre" um Freiflüge und Gratisreisen) in dieses Amt 1993 gewählt zu werden. Edmund Stoiber nutzte die Chance, seine Machtposition in Bayern weiter auszubauen, indem er 1999 ebenfalls den Parteivorsitz übernahm. Das Ergebnis seiner Wiederwahl als Parteivorsitzender der CSU am 13.10.01 mit 96,6% festigte seine angestrebten Ziele.

Die Europapolitik verfolgt er als EVP-Mitglied und in Zusammenarbeit mit dem EVP-ED-Fraktionsvorsitzenden im Europäischen Parlament, Prof. Hans-Gert Pöttering (CDU-Europaabgeordneter). Darüber hinaus sind seine Verbindungen zur internationalen Wirtschaft vielfältig (z.B. zur Deutschen Bank). Der 60-jährige Edmund Stoiber kann auch eine erfolgreiche Tätigkeit als Manager der Bayern AG vorweisen.

Nach dem Verzicht der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel tritt CSU-Chef Edmund Stoiber am 11.01.02 als Kanzlerkandidat der Union gegen Bundeskanzler Gerhard Schröder an, kann jedoch die Bundestagswahlen am 22.09.2002 nicht für sich entscheiden.

 

© Karin Happek, M.A., letzte Überarbeitung: November 2004. Die Verwendung von Inhalten ist für Ausbildungszwecke und nicht-kommerzielle Zwecke gestattet, vorausgesetzt, die Quelle wird angegeben.